E-Zigaretten, Cig-a-likes, Hybridzigaretten, E-Shishas, Vaporizer etc. sind alles Begriffe für Elektronische Geräte. Die Begriffe sind oft nicht eindeutig und fliessen teils ineinander über. In diesem Artikel versuchen wir Ihnen die Unterschiede der drei wichtigsten Kernmerkmale aufzuzeigen.

Die klassische E-Zigarette

Bereits 1963 hatte Herbert A. Gilbert ein Patent für eine Rauch- und Tabakfreie Zigarette angemeldet. Jedoch erst seit 2008 gibt es E-Zigaretten in der Form wie wir sie heute kennen. Die immer kleiner werdenden und leistungsfähigeren Akkus tragen dazu bei, dass handlichen Bauformen erst seit einiger Zeit möglich sind. Dabei ist das Prinzip relativ schnell erklärt:

In eine Vorrichtung wird ein Stück Watte mit einer Flüssigkeit getränkt, das mit einer Drahtspule umwickelt ist. Legt man nun eine Spannung an diese Drahtspule an, erhitzt sich diese und die Flüssigkeit beginnt zu verdampfen.

Die Flüssigkeit (sog. E-Liquid oder einfach nur Liquid) besteht aus den Grundstoffen (Base) Propylenglykol (PG) und/oder pflanzlichem Glycerin (VG). Zusätzlich werden Aromastoffe beigemischt, die grösstenteils auch in unserer Nahrung zu finden sind.

Propylenglykol wird in Nahrung- und Kosmetikprodukten als Feuchthaltemittel eingesetzt. In E-Zigaretten wird dieser Stoff auch als Geschmacksträger verwendet. Propylenglykol wird von der WHO als unbedenklich eingestuft. Eine Unverträglichkeit kann bei vereinzelten Personen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Pflanzliches Glyzerin wird als Schmier-, Frostschutz- und Feuchthaltemittel in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Wie der Name schon sagt, kommt dieser Stoff natürlich vor und wird aus Fetten und Ölen gewonnen. VG (engl. vegetable Glycerin) trägt massgeblich zur Dampfentwicklung bei einer E-Zigarette bei. Durch den süsslich Eigengeschmack, kann sich das beigemischte Aroma, anders als bei PG, weniger gut entfalten.

Nach EU-Standart werden heute Liquids ohne Nikotin vertrieben. Stattdessen wird ein sog. Short-Fill-Verfahren angewendet. Dabei enthält das Gebinde eine geringere Menge an überdosiertem Liquid. Der Rest wird mit einem oder mehreren Nikotin-Shot (10ml mit 20mg/ml) und/oder einer neutralen Base aufgefüllt. Daher wird die E-Zigarette oft zur Raucherentwöhnung eingesetzt.

Studien belegen: Beigemischtes CBD-Liquid (NICHT Öl!) kann das Verlangen nach einer herkömmlichen Zigarette lindern.

Elektronische Zigarette Nunchaku Silver

Vaporizer

Anders als bei E- oder Hybridzigaretten dienen Vaporizern ausschliesslich zum Verdampfen von Blüten und/oder Kräutern. Diese Geräte erhitzen das Pflanzengut auf 120° C – 230° C auf. Je nach Extrakt lösen sich bei einer gewissen Temperatur die gewünschten Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial.

Der Grundstein für Vaporizer legte im Jahre 1996 Markus Stolz. Er hatte ein Gerät entwickelt, dass Blüten und Kräuter auf einem Heizelement erhitzt und dessen Dampf in einen Ballon führte. Die Geburtsstunde des VOLCANO. Neben dem legendären Volcano sind heute handliche Geräte auf dem Markt die nicht viel grösser sind als ein Mobiltelefon aus den 90ern.

Hybridzigaretten

Für viele sind Markennamen wie iQOS, GLO oder Heets mittlerweile ein geläufiger Begriff. Anders als die typische E-Zigarette zählen diese zur Kategorie der Tabakerhitzer oder eben Hybridzigaretten.

Der wesentliche Unterschied ist hier, dass keine Liquids, sonder echter Tabak erhitzt wird. Dies ist auch der Grund, warum viele Tabakfirmen diese Geräte anbieten. Zusätzlich zum Gerät, werden sog. Sticks angeboten, die mit dem Gerät verdampft werden.

Was es sonst noch gibt

Cig-a-likes

Kurzum sind Cig-a-likes (oder auch POD-System) kleinere Ausführungen einer herkömmlichen E-Zigarette. Meist besitzen diese keinen Feuerknopf, sondern aktivieren sich durch das Ziehen am Gerät. Viele Modelle lassen sich nur mit einer Kartusche auffüllen oder dienen nur zur einmaligen Benutzung.

E-Shishas

E-Shishas können anstelle von Kohle und Tabak auch eine herkömmliche Shisha montiert werden. Die E-Shisha wird mit Liquids befüllt.

Selbstwickler/Tröpfler/Quonker

Leute die sich eine E-Zigarette zum Hobby machen, wickeln sich Ihre Geräte selber. D.h. anstelle eines Tanks sitzt auf dem Gerät eine abnehmbare Kappe unter der der Dampfer die Drahtspule selber wickeln und einsetzten kann. Die Watte beträufelt er anschliessend selbst. Dabei dient oftmals ein, im Gerät integrierter Blasebalg (Quonker), der das Nachtröpfeln des Liquids gewährleistet werden kann.

Die Risiken

…beim Verdampfen

Durch die rasante Entwicklung von E-Zigaretten fehlen Langzeitstudien, die die Schädlichkeit belegen. Experten streiten sich schon seit Jahren über dieses Thema. Grundsätzlich kann gesagt werden: Schädliche Stoffe die bei einer Verbrennung von Substanzen entstehen können, bleiben bei E-Zigaretten aus. In einem Punkt sind sich jedoch alle einig: Am gesündesten lebt man, wenn man ganz auf das Inhalieren von Fremdstoffen verzichtet.

…bei Akkus

In den Medien wird oftmals  berichtet von explodierenden Akkus bei E-Zigaretten. Die Zahl der Unfälle ist im Verhältnis zur in Verkehr gebrachten Geräten vernichtend klein. Hier ein paar Hinweise um das Risiko eines ausgasenden Akkus auf ein minimum zu minimieren:

  • Akku stets in einer Hülle aufbewahren oder transportieren
  • Bei Geräten, die länger nicht benutzt werden den Akku entfernen
  • Nicht hohen Temperaturen aussetzen
  • Beschädigte Akku sachgemäss entsorgen und nicht weiterverwenden

…bei Jugendlichen

Die Rechtslage in der Schweiz beinhaltet keine Regelung zum Jugendschutz in Bezug auf E-Zigaretten. Derzeit gelten E-Zigaretten als Gebrauchsgegenstände und fallen nicht unter das Tabakproduktegesetz. Entsprechende Vorstösse wurden jedoch bereits verzeichnet.

Wir von Green Inca nehmen den Jugendschutz ernst und verzichten freiwillig auf den Verkauf von E-Zigaretten und Liquids an Jugendlichen unter 18 Jahren.